Dienstag, 4. September 2007

Von L.A. nach San Diego und über den Highway 1 nach San Francisco und von da weiter nach Sacramento

Seit unserem letzten Eintrag gibt es seeehr viel zu berichten aber da die meisten wahrscheinlich eher die Bilder interessieren gibt es mehr davon ;)

Nachdem wir unser Auto gekauft hatten blieb nun ein bisschen Zeit L.A. zu entdecken.
Doch zuerst wurden wir am selben Abend von unserem "Couch-Host" auf eine mexikanische Feier mitgenommen. Es gab richtig gut mexikanisches Essen und kostenlosen Tequila. Es wurde ziemlich heiter und spät und dementsprechend schwer fiel uns am nächsten Tag auch unsere L.A. Erkundungstour ;)
Wir waren in Chinatown, haben uns die "Altstadt" von L.A. (El Pueblo de Los Angeles) angeschaut und sind einmal durch Downtown inkl. Japantown gelaufen.

L.A. Chinatown

L.A. Japantown

Unterwegs haben wir unter anderem eine Filmcrew beim Dreh mitten in L.A. gesehen

L.A. Dreharbeiten

ansonsten war L.A. eher unspektakulär. Wahrscheinlich sind wir von deutschen Städten spannenderes gewöhnt. Quadratisch angelegte Straßen und lauter Hochhäuser waren nicht wirklich interessant :P
Am selben Tag sind wir noch nach San Diego gefahren und haben unterwegs in Long Beach halt gemacht. Das war unsere erste Begegnung mit dem Pazifik. Ansonsten gab es wieder nichts spannendes (Schachbrettmuster-Straßen und Hochhäuser).

L.A. Long Beach - Queen Mary

Das erste mal am Pazifik

Am ersten Tag in San Diego sind wir zu Fuß nach Tijuana, Mexico. In Mexico wird man an jeder Ecke angelabert man solle doch irgendwelche billigen Superpillen oder Viagra kaufen, oder in ein Lokal kommen wo es Bier für einen Dollar und 2 Margaritas zum Preis von einem gibt... insgesamt SEHR nervig und nicht wirklich interessant. Erst als wir die kleinen Nebenstraßen erkundet haben wurde es richtig "mexikanisch" und schon eine Parallelstraße von der Hauptstraße entfernt kriegt man zum Beispiel 4 Teilchen bei einem Bäcker für 1,20$. Also wenn Tijuana dann nicht entlang der Touri-Straße sondern abseits davon "richtig" Mexico entdecken!

Grenze zu Mexico

Am nächsten Tag haben wir Downtown San Diego erkundet ... und nach einer Stunde wieder aufgegeben weil es, wie schon zuvor, nicht wirklich interessante Sachen in den Großstädten gibt... erst als wir über die riesige Coronado Brücke nach, wie man sich schon denken kann ;) , Coronado gefahren sind sah man eine schöne kleine Stadt auf einer Halbinsel mit kleinen Häuschen und einem wunderbar weißem Sandstrand an dem wir dann auch den Rest des Tages verbrachten.

San Diego von der Coronado Bridge

Coronado Bridge

Etwas außerhalb von San Diego gelegen ist Old Town of San Diego. Hier wird das Leben in der Zeit der Gründung San Diegos gezeigt. Wir hatten eine sehr unterhaltsame und informative Führung durch das kleine "Städtchen" und konnten viele schöne alte Häuser von innen und außen bestaunen. Leider ist es, wie so oft, größtenteils mit Touri-Souvenier-Shops überladen und die Museen-Attraktionen die wirklich Interessant sind, sind ein bisschen vernachlässigt, aber alles in allem ist Old Town sehr sehenswert.

Old Town San Diego

"Sehr liebevoll" gestaltetes Museum! ... oder auch nicht ;)

Auf dem Weg aus San Diego raus kamen wir an einer "Ganzjahres-Kirmes" mit Holzachterbahn vorbei die natürlich sofort von uns einmal befahren werden musste!

Holzachterbahn bei San Diego

Auf dem Weg nordwärts kamen wir wieder durch L.A. und hielten für eine Weile in Venice Beach. Venice Beach hat einen wirklichen schönen Sandstrand aber die Strandpromenade ist nur noch eine Souveniermeile was, wie ich in einem sehr unterhaltsamen Gespräch mit 2 Leuten aus einem Shop in der nähe der Promenade erfahren habe, vor ein paar Jahren noch nicht so war und dadurch der weltbekannte Venice Beach Reiz leider schon fast verflogen ist.
In Venice Beach sind alle ein bisschen "verrückt" wie man auch an dem Schild unten sieht welches aus dem Laden meiner beiden Gesprächspartner stammt wo ich ursprünglich hingekommen bin um mir Wechselgeld für die Parkuhr zu holen. Nach einem "Alle meine Entchen" kam ich zu meinem Kleingeld und zu dem vorher erwähnten unterhaltsamen Gespräch ;)

Venice Beach

Bedingung um Wechselgeld in Venice Beach zu bekommen ;)

Von L.A. aus ging es dann den berühmten Highway 1 nordwärts. Kurz vor Santa Barbara campten wir und hatten am nächsten Morgen einen recht unterhaltsamen Gast zum Frühstück. Fast ohne Scheu sprang er um unseren Tisch herum und wir hatten schon Angst das er sich einen Weg in unser Auto suchen würde um dieses auf den Kopf zu stellen ;)

Unser Frühstücksgast

Santa Barbara - die erste wirklich sehr schöne Stadt. Wir sind nur einmal durchgefahren und die Akkus für die Digitalkamera waren leider leer, aber was wir gesehen haben war eine wirklich schöne Innenstadt, nicht so überladen wie die großen Städte L.A. und San Diego, was insgesamt den Eindruck eines wirklich gemütlichen Treibens gemacht hat. Von Santa Barbara aus sind wir ein kleines bisschen vom Hwy 1 abgewichen und in den Norden ins Landesinnere gefahren, da hinter Santa Barbara ca. 15 Meilen oder mehr der Küste auf der Karte als Marinestützpunkt ausgewiesen waren und somit nicht gerade interessant erschienen. Es ging schon nach ein paar Meilen einen sehr steilen Berg hoch von dem es erst einen wunderbaren Blick aufs Meer gab und dahinter wirklich interessante Täler (wenn auch teilweise mit sehr öder Vegetation), sogar mit einem See. Sobald man aber von der Küste entfernt war und keine Brise vom Meer einen mehr erreichte wurde es richtig unerträglich heiss. Dieselbe Erfahrung haben wir auch später immer wieder gemacht.

nördlich Santa Barbara

Highway 154

Der Hwy 1 führte uns auch direkt an den Weingebieten Kaliforniens vorbei und war Landschaftlich immer sehr interessant.

Weinberge am Hwy 1

Sehr interessant waren auch die Wetterwechsel am Hwy 1. Von strahlendem Sonnenschein wurde es auf einemal extrem neblig und man hatte das Gefühl der Tag sei so verregnet und bewölkt das es nicht mehr aufziehen würde. Ein paar Meilen weiter war davon jedoch keine Spur mehr und der Himmel durch und durch blau!

Wetterwechsel am Hwy 1

In der nähe des Big Sur Nationalparkes übernachteten wir auf einem Campingplatz - direkt unter den riesigen Redwoodbäumen die bis zu 2000 Jahren alt und 380ft (ca. 115m) hoch werden.

Campen unter Redwoodbäumen

Die restliche Strecke des Hwy 1 zeigte sich wieder Landschaftlich unglaublich schön und vom Wetter unberechenbar.
So ein Sonnenuntergang am Pazifik ist doch schon einmalig ...

Hwy 1

Hwy 1

Sonnenuntergang am Hwy1

Nach der langen Reise am Hwy 1 endlich San Francisco. Zuerst eine Enttäuschung. Die Golden Gate Bridge ist im Sommer meistens von extrem dichten Nebel verdeckt. Doch wir hatten Glück und am nächsten Tag zeigte Sie sich uns bei vollem Sonnenschein und strahlend blauem Himmel. Aber auch erst Nachmittags. Vormittags sah es noch so aus als würde es die nächsten Tage nicht mehr aufziehen.
Der zweite positive Punkt: San Francisco ist trotz seiner Größe schön ;) Wobei man anmerken muss das die Größe San Franciscos oft überschätzt wird, San Diego und Los Angeles sind sehr viel größer.

GGB die meiste Zeit

... wir hatten Glück

Als wir am ersten Tag an der Golden Gate Bridge waren kam sogar unser Aussenminister, der Herr Steinmeier, vorbei um uns persönlich die Hand zu geben und ein bisschen Small-Talk zu halten. Er kennt sogar Marburg ganz gut: Er hat in Gießen studiert ;)

unser Herr Aussenminister

Ein Highlight von San Francisco ist natürlich auch das Cable Car. Sehr viel mehr kann man dazu gar nicht sagen, man muss es einfach mal erlebt haben ;)

Cable Car

Riesig in San Francisco ist Chinatown. Mit Obst und Gemüse zu Dumpingpreisen und Geschäften in denen man fast nur chinesische Produkte findet fühlt man sich auf einmal wie in einer anderen Welt. Unter anderem bekam ich da einen 6$ Haarschnitt denn ich wirklich nötig hatte ;)

S.F Chinatown

Neben dem Cable Car muss man auch einmal mit einer historischen Straßenbahn gefahren sein. 17 solcher restaurierter Straßenbahnen fahren durch S.F. Am besten 11$ investieren und man kann den ganzen Tag soviel Cable Car und öffentliche Verkehrsmittel nutzen wie man will.

Trolley in S.F.

Direkt am Hafen, der Fischermans Wharft, werden die Touris so richtig ausgenommen. 28$ für einen Parkplatz pro Tag, inkl. sehr vieler Möwen die das Auto "bewachen" und mit schönen weißen Flecken "verschönern".
Wir haben 15min zu Fuß entfernt geparkt. Umsonst und ohne Möwen ;)

"Möwenparkplatz" 28$ pro Tag!!

Den besten Blick über Downtown bekommt man von den Twin Peaks. Und Downtown liegt auch nicht ganz so oft im Nebel wie die Golden Gate Bridge.

S.F. von den Twin Peaks

Von San Francisco aus sind wir in die Hauptstadt Kaliforniens gefahren: Sacramento. Unser "Couch-Host" meinte es gäbe absolut "nichts" zu sehen, aber wir fanden doch das eine und andere interessante Plätzchen.
In Old Town of Sacramento gab es eine 150 Jahr Feier mit einem nachgestellten "Pony-Express", einer historischen Dampflok und vielen Aufführungen mit Cowboy-Duell Szenen usw. inmitten der historischen Szenerie von Old Town of Sacramento.

Old Town of Sacramento

Eher zufällig fanden wir auf dem Weg auch noch ein Auto Museum mit über 180 Autos. Man durfte sich sogar in manche der ganz alten Autos reinsetzen ;)

Automotive Museum

Hier herrscht "Arnie". Mitten in Sacramento, mit einem ziemlich großen Park dahinter, steht das Capitol von Kalifornien. Angeblich soll sich Arnie sofort nach seinem Antritt zum Gouvenour ein klimatisiertes Zelt daneben aufstellen haben lassen, damit er seine Zigarren rauchen kann. Denn rauchen in öffentlichen Gebäuden ist in den USA ja bereits verboten ;)

Capitol of California

Von Sacramento sind wir dann heute noch einmal nach San Francisco, denn bis heute waren alle Karten für Alcatraz restlos ausverkauft. :P
Wir hatten eine sehr interessante Führung zur Geschichte von Alcatraz und im Zellentrakt bekommt man eine Audio-Führung, mit einer Art mp3-Player, die wirklich sehr umfangreich ist.

Alcatraz

Blick auf S.F. von Alcatraz

Am Abend haben wir noch einen kurzen Abstecher nach Muir-Woods gemacht, einem kleinen Nationalpark, direkt vor San Francisco, mit Redwoodbäumen. Die Größe dieser Bäume ist einfach überwältigend.

Muir Woods - Redwood Bäume

Auch an diesem Gefängnis führte unsere Route vorbei. Doch von innen wollten wir uns dieses nicht anschauen ;)

San Quentin

Die nächsten Tage werden wir in den Nationalparks Yosemite und Kings Canyon/Sequoia sein, bevor wir, Anfang nächster Woche, nach Las Vegas fahren. Das heisst es wird wieder nicht viel im Blog zu lesen geben denn ich glaube kaum das wir da einen Internetzugang finden werden ;)
Wir werden aber wieder im nachhinein ausführlichst berichten.

Bis dann...

1 Kommentar:

  1. Eieiei, das nen ich mal nen intressanten Reisebericht :) Scheint ja alles super zu klappen, hoffe auch weiterhin. Übrigens war eure Karte nur 2 Tage nach Poststempel SanDiego bei mir im Briefkasten, das war echt flott. Viel Spass weiterhin, Watzmann

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